WAS HINTER VERHALTENSMUSTERN WIRKT

Die Situation

A
Ein tiefer, innerer Schmerz verlangt danach,

jemand
alle
das Leben
} solle Anerkennung
Liebe
Zuwendung
} geben.

Dieser Wunsch/diese Erwartung ist die Triebfeder von Verhalten und Handeln. Man verhält sich so, wie man meint, von anderen geschätzt und anerkannt zu werden.

  1. Man will es "richtig" machen, es allen recht machen; ordentlich, fleißig usw. sein.
  2. Man gibt sich "klein", hilflos, schwach, um anderen zu zeigen, dass man als derart "armer" Mensch doch Zuwendung braucht.
  3. Man revoltiert, indem man alles besser weiß, kritisiert, grollt, zürnt.
  4. Man sucht nach "Wärme": es sich gemütlich machen, etwas Schönes haben oder tun wollen, sich etwas gönnen, essen usw.

B
Trotz aller Bemühungen war die seitherige Strategie nicht erfolgreich. Sie kann es auch nicht sein:

  1. Man bemüht sich, durch sein Verhalten Zuwendung zu erwerben, zu erkaufen, zu erzwingen.
  2. Dabei manipuliert man sowohl die anderen als auch sich selbst, denn dieses Verhalten ist ja ein sich selbst aufgezwungenes, gnadenlos abverlangtes Verhalten.

Auf diese Art kann man nie in Frieden mit sich leben. Es gibt keine Entspannung und keine echte, dauernde Zufriedenheit – dafür Enttäuschung, Groll, Zorn, Verzweiflung und schließlich Krankheit.

Die schmerzliche Erfahrung des Misserfolgs zeigt, dass Liebe sich nicht erzwingen oder erhandeln lässt.


Was ist eigentlich Liebe?

Liebe ist die Auswirkung der Energie der Seele, des Sohnes, des zweiten Aspekts der Dreifaltigkeit (Liebe-Weisheit). Diese Energie ist stets vorhanden, denn ohne sie könnten sich keine Formen bilden. Sie ist die Energie der Anziehung, des Erkennens, des Unterscheidens, der Verbindung und Beziehung und damit des Bewusstseins und des höheren, abstrakten Denkens. Sie wirkt sich aus als Gesetz der Anziehung.

Auf der menschlichen Ebene kennen wir Liebe nur in ihrer Bedingungen stellenden Form, als die menschliche "Liebe". Daher wird es uns so schwer, ohne Kritik und Vorbehalte miteinander zu leben. Und daher misslingen auch fast alle oder doch viele Beziehungen und jedes menschliche Miteinander, sei es unter Menschen, Völkern oder Staaten.

Liebe, Licht (Erkennen, Verstehen) sind Eigenschaften der Seele.


Zurück zur Anfangssituation. Wo liegt die Lösung?

DAS GESETZ DES AUSGLEICHS ODER VON URSACHE UND WIRKUNG

Das Gesetz des Ausgleichs oder von Ursache und Wirkung hat die Aufgabe, den Energiefluss auf allen Daseinsebenen in Ausgewogenheit zu halten. Das wäre ihm ein Leichtes, wenn sich nicht ständig die Menschenwesen in ihrer Unkenntnis des Gesetzes einmischen würden, denn der Mensch hat seinen eigenen Willen und seine eigene Vorstellung von den Dingen. Und so geschieht es immer wieder, dass er genau damit sich einen besonderen Teil des Ganzen herausnehmen will und alles damit in Unordnung bringt. Das Große Leben kann nun einmal niemandem eine Extrawurst braten, denn es würde damit seine eigenen Gesetze brechen – und ob sich dies lohnte angesichts der Wünsche eines kleinen Erdbewohners?

Das Gesetz des Ausgleichs tritt immer auf den Plan, und der Verursacher des Ungleichgewichts muss immer für den Ausgleich sorgen – früher oder später.

Die bisherige Strategie führt genau in diese Richtung, denn sie benutzt die Bewusstseins-Energie zu persönlichen Zwecken.

a) Das steht unweigerlich den Interessen des Ganzen entgegen.
b) Eine Handlung wird in Gang gesetzt, die im Ganzen ein Ungleichgewicht entstehen lässt. Der Verursacher ist jedoch für sein Handeln verantwortlich (ob er es weiß oder nicht) und hat es früher oder später wieder auszugleichen.

Siehe dazu "SPIEGELUNG"

c) Da jeder geistige Impuls (Denken, Vorstellung, Ziel, Idee) entsprechendes Baumaterial heranzieht, verstärkt sich die Vorstellung "ich brauche Anerkennung und Liebe" (wie im oben angeführten Fall) stets aufs Neue und lässt lediglich nur immer neue Variationen des Themas entstehen.

Die Orientierung muss sich auf ein anderes Ziel richten, weg von persönlichen und materiell bezogenen Vorstellungen hin zu den Prinzipien der Energie des Bewusstseins und der Anziehung – hin zur bewussten Mitarbeit am Schöpfungsplan, der Entwicklung des Bewusstseins.

Siehe dazu auch "VOM SINN VON LEBEN UND TOD"


DAS GEGENTEILIGE ENTWICKELN

Es wurde erwartet, Liebe von anderen zu erhalten. Liebe erwartet jedoch nicht. Sie fließt einfach, und jeder erhält davon, so viel er braucht – wenn er nicht durch seine eigenen Wünsche und Vorstellungen eine Sonderausgabe anstrebt und sich gerade damit aus dem Strömen herausnimmt. Wer also Liebe erhalten will, muss Liebe geben – immer, jederzeit, an jedermann ohne Unterschied. Er muss selbst zu Liebe werden und sich allmählich vergessen.

Aus dem anfänglichen "ich brauche Anerkennung" wird also "ich gebe Anerkennung",
aus dem anfänglichen "ich brauche Liebe" wird "ich gebe Liebe",
und aus dem anfänglichen "ich brauche Zuwendung" wird "ich gebe Zuwendung".

Dies alles sollte jedoch nicht aus dem Wunsch heraus geschehen, zu geben, um selbst Liebe zu erhalten. Auch dies wäre Manipulation und ein Rückfall in das alte Verhaltensmuster. Das Ziel sollte lediglich die Arbeit an sich selbst sein und die Neugierde auf das, was dabei wohl geschehen könnte.


ERMUTIGUNG (GL, Seite 529)

"… seid nicht entmutigt, sondern versucht, fahrt immer fort zu versuchen. Zwanzig Misserfolge sind wieder gutzumachen, wenn ihnen ebensoviele unverzagte Anstrengungen nach aufwärts folgen. Werden nicht auf diese Art die Berge erklommen?"


C    Weiterführendes: Aufbau der Welt

Die Welt ist geschaffen aus Geist, aus der Einen Uranfänglichen Energie, die sich bei ihrem "Abstieg" in weniger feinstoffliche Ebenen immer mehr in die Vielfalt von Zuständen und Formen verästelte, die wir kennen.

Grundlegend kann gesagt werden, dass die Welt aus Geist und Materie besteht, einem "höheren" Pol aus schnell schwingender Energie und einem "niedrigen" Pol aus langsam schwingender Energie. Beide Energien sind ständig vorhanden – sie sind die Welt, sie sind das All, sie sind Alles was ist. Beide Energien besitzen bestimmte Qualitäten oder Eigenschaften, die ständig in immer gleicher Weise wirken und daher als Gesetze bezeichnet werden.

Das Gesetz des Geistes wirkt als Gesetz des Lebens oder des Gebens. Es ist die Ursache, die Idee, nach der sich die materielle Welt gestaltet. Das Gesetz der Materie wirkt sich als Gesetz der Ökonomie aus. Es veranlasst die Materie, sich in immer neue, spezialisierte, besser angepasste Formen zu vervielfältigen.

Es gibt jedoch eine dritte, mittlere Energie, welche die beiden vorgenannten verbindet. Sie wirkt sich als Gesetz der Anziehung aus, das macht, dass geistige und materielle Energien sich zu Formen verbinden können. In religiös-christlicher Terminologie wird die eine, gesamte Energie benannt als "Eine Energie", der Eine oder Gott, und ihre drei Eigenschaften als

1. Wille/Macht oder Gott, der Vater
2. Liebe-Weisheit oder Gott, der Sohn
3. Intelligente Aktivität oder Gott, der Heilige Geist.

Diese drei Eigenschaften erschaffen gemeinsam die materielle Welt, die wir kennen.


Die 7 Energien des Sonnensystems


DIE DREIHEIT UND VERSCHIEDENE ZUORDNUNGEN

1. Wille oder Macht Vater Leben Gesetz der Synthese,
Gesetz des Lebens
2. Liebe-Weisheit Sohn (Seele) Bewusstsein Gesetz der Anziehung
3. Aktive Intelligenz Mutter, Hl. Geist Form Gesetz der Ökonomie

Auch der Mensch ist eine Dreiheit, eine dreifache Dreiheit, welche die drei göttlichen Aspekte widerspiegelt.

Niederes Selbst
(Persönlichkeit)
Höheres Selbst
(Seele)
Geistiges Selbst

Zur Verdeutlichung folgende Grafik:

Unsere materielle Welt ist nach "außen" orientiert. Ihr Fortschritt besteht darin, immer neue Variationen, immer andere, speziellere, "bessere" Formen zum gleichen Thema zu entwickeln. Das Sonnensystem ist jedoch auf die Entwicklung des Bewusstseinsaspekts ausgerichtet.

Das bedeutet, dass alle Wesen sich letztendlich ein Bewusstsein erarbeitet haben werden, das alle Daseinsebenen umfasst.

(Doch zunächst gilt es für den Menschen, neben dem alltäglichen, konkreten Bewusstsein sich auch den abstrakten, höheren Bereich des Denkens zu erarbeiten. Dieser umfasst neben anderem ein "Hinterdenken" und Hinterfragen dessen, was in der materiellen Welt sichtbar ist – also ein "Philosophieren über Gott und die Welt". Auf dieser Ebene ist es dem Menschen auch möglich, seine Seele zu erreichen und eine feste Verbindung mit ihr aufzubauen.)


BEWUSSTSEINSEBENEN

  Ebene Energiestrahl    
1. Logoisch Wille, Macht Welt des Urgrunds,
Welt des 1. Aspekts
Absolutes Bewusstsein
2. Monadisch Liebe-Weisheit Göttliche Welt Gottesbewusstsein
3. Geistig Aktive Intelligenz Geistige Welt Planetarisches Bewusstsein
4. Intuitionell Harmonie durch Konflikt Christus-Welt, Reich Gottes Intuitives oder
Christusbewusstsein
5. Mental Konkrete Wissenschaft Welt des Denkens und der Seele Mental-Bewusstsein
6. Emotional Idealismus Welt der Empfindungen Verlangen oder
Kamisches Bewusstsein
7. Physisch Rhythmische Ordnung Irdische Welt Physisches Bewusstsein