ALLES LEBEN GESCHIEHT NACH BESTIMMTEN GESETZEN

Ohne Regeln und Gesetze kann es nirgendwo Ordnung oder ein einigermaßen harmonisches Zusammenleben geben. Wir kennen viele der großen Naturgesetze und wissen, wie sie funktionieren, aber wir wissen noch so gut wie nichts darüber, welche Gesetzmäßigkeiten zum Beispiel dafür sorgen, dass Atome sich zu Molekülen zusammenfinden oder dass aus einem Samenkorn eine ganz bestimmte Pflanze wächst.

Dafür ist das große kosmische Gesetz zuständig, das über allen anderen Gesetzen steht, das Gesetz der Anziehung. Es bewirkt, dass Geist und Materie zueinander in Beziehung treten können, um Formen zu bilden. Es ist die Auswirkung der Energie der Anziehung, des zweiten Aspektes der göttlichen Dreiheit, Liebe-Weisheit, die Beziehungen schafft und bewirkt, dass Gleiches sich anzieht - als "Klebstoff", der die Atome in einer Form zusammenhält.

Im Menschen wirkt sich die Energie der Anziehung als Intelligenz, Denken, Bewusstsein, Unterscheidung, Verständnis und lange Zeit als die menschliche, Bedingungen stellende Liebe aus.

Siehe auch "Was hinter Verhaltensmustern wirkt"


DENKEN BEWEGT ENERGIE

Die Hirnforschung hat bewiesen, dass ein beständiger, gleichartiger Bewegungsablauf oder ein Gedanke (ein sich unentwegt wiederholender Impuls) die Gehirnnerven dazu bewegt, neue Verbindungswege zu Zellen, Muskeln, Organen usw. zu bilden. Demgemäß werden alte Leitungen abgebaut, wenn die Nerven keine Impulse mehr erhalten. Das Gehirn ist eine Empfangsstation, die Eindrücke aus den Energiefeldern des Umfeldes (hauptsächlich aus den Feldern der emotionalen und niederen mentalen Ebene) aufnimmt und weiterleitet. Es "denkt" keineswegs, sondern verarbeitet nur das Gebotene - seien es Sinneseindrücke, Gefühle, Erlebnisse oder alte Erfahrungen - und ordnet es den entsprechenden Arealen zu.

Eigene Gedanken, das eigentliche "Denken", geschieht durch Vermittlung des Stoffes des höheren mentalen Feldes. Er nimmt Eindrücke aus anderen mentalen Feldern oder der Intuitionsebene auf, die das niedere Denkvermögen (der Alltagsverstand, der gesunde Menschenverstand) sortiert, zuordnet und formuliert und das Ergebnis dem Gehirn vermittelt, welches das erhaltene Material ebenfalls weiterleitet.

Das alles bestätigt den alten Spruch "Wie der Mensch denkt, so ist er." Durch sein Denken, seine Einstellung oder Haltung gestaltet er sein Energiefeld, seine Eigenart, seinen Charakter. Dieser wiederum lenkt sein Handeln, und daraus ergibt sich das ganze Umfeld samt seinen Lebensbedingungen. (Sein Energiefeld zieht unter der Wirkung des Gesetzes der Anziehung die entsprechenden Bedingungen heran und gestaltet die endgültige Form.)

Jedem Gedanken folgt die entsprechende Energie, jedes Denken bewirkt eine Bewegung, von der mentalen bis herunter zur physischen Ebene. Es ist daher nicht gleichgültig, was oder wie gestimmt der Mensch denkt, denn es hat immer Folgen. Es ist gut, sich anzugewöhnen, auch trotz Unpässlichkeit oder schwieriger Zeiten eine gewisse Gelassenheit und Zuversicht zu bewahren, sonst treibt man sich umso tiefer in trübe Stimmungen, in Depression und Rückzug hinein.

Denken bewegt also etwas. Es macht, dass zunächst eine Form aus Denkmaterie entsteht, eine Gedankenform. Diese sammelt nach und nach Materie emotionaler Art an und bewegt schließlich das Handeln, so dass am Ende eine physische Form entsteht.

Mit diesem Gesetz der Anziehung haben wir es zu tun, wenn wir nach unseren Vorstellungen handeln. Es kommt aber noch ein zweites Gesetz hinzu, das Gesetz von Ursache und Wirkung oder des Ausgleichs. Es sorgt dafür, dass alles - die gesamte Energie des Kosmos - stets ausgewogen ist. Aus menschlicher Sicht ist dies nie der Fall, aber aus der Sicht der Welt spielt Zeit eine ganz andere Rolle. Früher oder später wird jedes Ungleichgewicht wieder ausbalanciert sein.

Das Gesetz des Ausgleichs kann also auf keine persönlichen Vorstellungen Rücksicht nehmen. Es wird dafür sorgen, dass die durch persönlich orientiertes Handeln entstandene Einseitigkeit durch den Handelnden wieder ins Lot gebracht wird. *

Das können wir verstehen. Aber warum werden wir dann immer wieder mit ärgerlichen Situationen konfrontiert, deren Urheber andere Menschen sind?

* Siehe dazu "Bestellung beim Universum"


DIE AUSWIRKUNG AUF DEN MENSCHEN

Wir wissen, dass der menschliche Körper durch elektrische Impulse gesteuert wird, denn der Mensch ist ein elektrisches System, ein Feld aus verschiedenen Energiearten. Gemäß dem Gesetz der Anziehung wird Gleiches von Gleichem angezogen. Das "Gleiche" betrifft die hinter der Form wirkende Energie. Die Formen selbst können entgegengesetzter Qualität sein, denn jedes Ding hat bekannterweise zwei Seiten, zwei gegensätzliche Pole.

Ein Mensch mit einer bestimmten Energiequalität kann daher nur in näheren Kontakt mit einem Menschen kommen, der aus der gleichen oder nahezu gleichen Energie besteht wie er. Andere Energien gehen sozusagen an ihm vorbei; sie finden in seinem Feld keine Resonanz. Allgemeiner ausgedrückt: Nur das, was der Mensch als eigene Erfahrung oder Art in sich trägt - was er letztendlich ist - kann er wiedererkennen in seinen Begegnungen.

Sieht ein Mensch sich mit einem ungeduldig fordernden Menschen konfrontiert und reagiert ärgerlich oder zornig, so bedeutet das, dass er die gleiche Qualität in sich trägt, sonst würde er sich vielleicht nur wundern oder er wäre in dieses Erlebnis gar nicht verwickelt worden. Er hat vielleicht nicht die Tendenz, seine Ungedulds-Anlage genauso lautstark zu äußern - und vielleicht tut er das auch nicht gerade anderen gegenüber, dafür jedoch umso häufiger in Bezug zu sich selbst. Die Form kann also unterschiedlich sein, das Thema jedoch ist für beide Kontrahenten dasselbe.

VON AUSSEN HER BETRACHTET IST ZU SAGEN:
1. Was mir außen begegnet, spiegelt meine Eigenart wider.
2. Ich kann mich durch mein Gegenüber/durch die Rückspiegelung erkennen.

DIE RÜCKSPIEGELUNG BESTÄTIGT:
1. Was ich bin/was ich in mir trage, kann ich außen wahrnehmen.
2. Mein Ausdruck/mein Handeln ist die Folge meines So-Seins.
3. Mein Handeln erzeugt eine gleichartige Reaktion.

UND ZUSAMMENFASSEND:
Ich erschaffe durch mein So-Sein/meine Vorstellung mein Umfeld.

Die Wirkung des Gesetzes der Anziehung "zieht" stets das heran, was der Denkende und Wollende (seiner Eigenschaft gemäß) beabsichtigt. Eine persönliche "Schöpfung" zieht jedoch immer Unausgewogenheit auf irgendeiner Ebene nach sich.

Da das Gesetz von Ursache und Wirkung die Aufgabe hat, die Welt im Gleichgewicht zu halten, so ist es stets bestrebt, alles Unausgewogene, das der Mensch durch sein persönliches Wollen und Handeln anrichtet, wieder auszugleichen.

Das bedeutet, dass jede seiner Aktionen eine entsprechende Reaktion hervorruft, die sich in seinen Lebensumständen oder zwischenmenschlichen Beziehungen auswirkt und von ihm als "Schicksalsschlag" oder "Strafe Gottes" bezeichnet wird.


DARAUS FOLGT:

Es ist sinnvoll, das Gesetz der Anziehung und die zugehörige Regel "Dem Denken folgt Energie" zu beachten, sowie dem Gesetz von Ursache und Wirkung Aufmerksamkeit zu schenken.


Letzteres wird unterstützt durch Befolgen der Regel der Harmlosigkeit:

Nicht kritisieren, angreifen, verletzen, nichts erwarten, nichts unterstellen –
nicht im Denken, Reden und Handeln.

("Harmlosigkeit" ist kein passives oder unterwürfiges Geschehenlassen, sondern eine aktive Haltung, die vermeidet, "Harm" zuzufügen – zu verletzen oder irgendwie sonst zu schädigen.)


DAS GESETZ DER ANZIEHUNG


DIE WIDERSPIEGELUNG

Vordergründig geht es dabei um das Thema "Kritik", dem übergeordnet steht jedoch das Thema "Wertschätzung". Doch wie jedes Ding auf der Welt, so hat auch dieses zwei polare Seiten.

Weiteres dazu unter "Spiegelung"


Nachfolgend eine ergänzende Betrachtung zum Thema "Gesetz der Anziehung"

Bestellung beim Universum – und wer bezahlt?

Es befinden sich Bücher auf dem Markt, die dem Leser die verlockenden Vorteile vor Augen halten, die ein gezieltes Handhaben des "Gesetzes der Anziehung" dem Anwender bringen kann. Auch gibt es Anleitungen, wie "Bestellungen beim Universum" am besten zu tätigen sind, damit der Traumjob, eine Partnerschaft und Vieles mehr zum Glück des Bestellers beitragen kann. Der Mensch ist ja schließlich hier, um möglichst viel Freude und Spaß zu haben und glücklich zu leben, oder etwa nicht?

All dies funktioniert tatsächlich – aber... Das Gesetz der Anziehung und Abstoßung bestimmt nicht nur unser aller Leben, sondern regelt als übergeordnetes Gesetz alle Vorgänge des Sonnensystems. Es bewirkt, dass "Materie" von "Geist" angezogen und als Form zusammengehalten wird: Eine "geistige" Idee oder Vorstellung zieht passende Materie zur Formbildung heran. Dasselbe Prinzip gilt sowohl für kosmische (makrokosmische) als auch für menschliche (mikrokosmische) Vorgänge. Die Auswirkung dieses Gesetzes macht sich als sog. Gesetz von Ursache und Wirkung oder Aktion und Reaktion bemerkbar.

Nun ist der Mensch mit eigenständigem Denken und Wollen ausgestattet und aufgrund dieser schöpferischen Fähigkeit das "Ebenbild Gottes" – und gleichzeitig in gewissem Maß sein Konkurrent: Er erschafft ständig seine eigene, persönliche Welt. Es ist klar, dass er dadurch in Kontrast zur "richtigen" Schöpfung gerät und auch entsprechende Konflikte heraufbeschwört.

Schon seit Jahrtausenden hat der Mensch auf diese Art und Weise Formen erschaffen, indem er seine persönlichen Wünsche und Vorstellungen zielbewusst zu verwirklichen suchte. Er war sich dabei jedoch nicht bewusst, dass er durch seine persönliche Schöpfung in Konflikt geriet mit der Großen Schöpfung, von der er sich durch seine eigene Absicht automatisch abtrennte, absonderte, daher "sündigte". In einem solchen Fall tritt automatisch ein jedes Mal das Gesetz von Ursache und Wirkung auf den Plan, um eine ausgleichende Reaktion herbeizuführen (was dann als persönliche "Bestrafung" von Seiten Gottes oder des Schicksals empfunden wird). Reibereien aller Art, physische und psychische Schwierigkeiten sind die Folge. Durch diese Methode von Versuch und Fehlversuch lernt der Mensch im Lauf der Zeit die Lebensgesetze kennen und richtig handhaben.

Ein solch umfassendes Gesetz wie das der Anziehung (bzw. die Große Schöpferkraft hinter dem Ganzen, deren Eigenschaft und Auswirkung dieses Gesetz ist) hat ganz gewiss nicht im Sinn, einzelne Wesen mit einem Sonderbonus zu beglücken. Es ist ihr viel eher darum zu tun, das Ganze ausgewogen und im Gleichgewicht zu halten und gemäß der Eigenart des Gesetzes weiterzuführen. Der Einzelne hat sich dem einzufügen und mit seinen Fähigkeiten an seinem Platz als intelligenter Mitarbeiter seinen Beitrag zu leisten.

Welche Eigenschaften sind es denn nun, die durch die Einwirkung des Anziehungs-Gesetzes zum Tragen kommen sollen? Auf das menschliche Verhalten bezogen ist dies vielleicht am wichtigsten: Persönlichkeitsbezogene Liebe soll zur alle Wesen einschließenden Liebe werden, rechte zwischenmenschliche Beziehungen sollen entwickelt werden, innerhalb denen niemand kritisiert oder abgelehnt und bekämpft wird, jeder soll mit der gleichen Wertschätzung behandelt werden, und nur was allen dient, soll gelten.

Es ist offensichtlich, dass hier kein Platz bleibt für irgendwelche persönlichen Wünsche, Rechte und Vorlieben, und genau dies ist der Punkt, der das "aber" am Anfang der Betrachtung begründet. Alles was der Mensch wünscht und will, wird er erhalten, wenn er ausdauernd genug ist. Und er wird es bis zum Überdruss erhalten, bis er gelernt hat, dass er nur die eine Seite der Medaille kennt. Er darf alles haben, was er zum Leben braucht (die eine Seite der Medaille), aber er darf nur das haben (die Rückseite), was er braucht, um in rechten zwischenmenschlichen Beziehungen im Sinn des Gesetzes der Anziehung seinen Beitrag zu leisten. Für alles Weitere muss er in schmerzlicher Münze bezahlen – früher oder später.