GEMEINSAMKEITEN DER WEISHEITSLEHREN

Esoterische Philosophie beinhaltet das Wissen der Zeitlosen Weisheit, wie sie sich zum Beispiel in der Bhagavad-Gita, den Veden, den Sufi-Lehren, dem transhimalaischen Buddhismus, den Schriften der Mystiker, in der Bergpredigt des Neuen Testaments und den Yoga-Sutren des Patanjali finden lässt. Um die Wende zum 19. Jahrhundert schrieb Helena P. Blavatski die mehrbändige "Geheimlehre". Alice A. Bailey folgte mit einem 24-bändigen Werk über den Aufbau der Welt, den Menschen und seine Entwicklung und viele Themen mehr. Annie Besant hinterließ die Druckversionen ihrer Vorträge sowie unter anderem "Eine Studie über das Bewusstsein". Diese neueren Werke orientieren sich an den östlichen Weisheitslehren und sind bemüht, eine Brücke zur christlichen Religion zu schlagen. Sie schildern tatsächlich das, "was die Welt im Innersten zusammenhält" – einen Weg für denjenigen, der verstehen und erkennen möchte.

Die Bhagavad-Gita beschreibt eindrücklich zwei Wege (Yoga-Pfade): den Weg der Ergebenheit oder Verehrung (Bhakti-Yoga) für mehr emotionale Naturen und den Weg des Erkennens oder des Wissens um den Hintergrund (Raja-Yoga) für mehr mental eingestellte Menschen. Beide münden notwendigerweise in einen dritten Weg, den der Tätigkeit oder Pflichterfüllung. Und am Ende führen alle diese Wege zum gleichen Ziel - zur Befreiung des menschlichen Wesens von Bindung und Leid, um zur Einheit mit seinem Ursprung zu gelangen, wie auch immer er genannt werden mag.

Da in allen Weisheitslehren und Religionen die Wahrheit in irgendeiner Form ausgedrückt zu finden ist, so stimmen auch alle in bestimmten Punkten überein. Die irdische Welt ist nur eine Erscheinungsform von "Gottes Denken", sie stellt nicht "die Wahrheit" dar und ist nur etwas in größeren oder kleineren Zyklen Vorübergehendes.

Daher wird der Mensch ermahnt: