TOD UND REINKARNATION

"WAS KOMMT NACH DEM TOD?"
"SEHEN WIR UNS IRGENDWANN WIEDER?"
"WARUM EIGENTLICH TOD?"
"WAS IST ÜBERHAUPT DER SINN DES GANZEN?"

A   WAS KOMMT NACH DEM TOD?

Die christliche Kirche bietet den Menschen dazu wenig Information. Der Mensch hat ein einziges Leben zur Verfügung, um als guter und gottesfürchtiger Mensch nach seinem Tod in den Himmel zu kommen, ansonsten findet er sich in der Hölle oder im Fegefeuer wieder, um seine Sünden abzubüßen. Da stellt sich doch Zweifel an der Gerechtigkeit und Güte Gottes ein. Was bezweckt er damit? Die Anfangschancen der Menschen können ja nicht unterschiedlicher sein, und so sind die meisten von vornherein schon verdammt und verloren. Doch Christus hat uns ja alle pauschal erlöst ...

Man muss in Betracht ziehen, zu welcher Zeit die Kirche entstanden ist - die Lehre der Kirche, nicht der Christus-Glaube. Die Ur-Christen wussten um Reinkarnation und die alten Kirchenväter ebenfalls. Nur traten zu dieser Zeit die sog. Häretiker auf, und die Kirche kämpfte gegen sie, um sich als alleinige Autorität überall durchzusetzen. Es war also einmal ein übereifriger, einseitiger Idealismus (die zwar idealistische, doch auch zerstörerische Missionierungstendenz des Fischezeitalters - siehe Christenverfolgung, Inquisition u. a.) und zum andern einfach Politik – insgesamt eine Einstellung, die rigoros das aus der Kirchenlehre aussonderte, was der Vorstellung der jeweils Oberen zuwiderlief. Wer nicht annahm, was die Kirche als "richtig und wahr" proklamierte, war ein Häretiker und musste um sein Leben fürchten.

Interessantes und Wissenswertes dazu ist in den Büchern von Elaine Pagels zu finden: "Versuchung durch Erkenntnis" (nur noch antiquarisch zu erhalten) und "Das Geheimnis des fünften Evangeliums – Warum die Bibel nur die halbe Wahrheit sagt". Beide Bücher setzen sich mit den 1945 in Nag Hammadi gefundenen Pergamenten auseinander.

Aus all dem geht hervor, dass unser "allein wahres und gültiges" Christentum wie alle anderen Religionen ebenfalls auf eine einzige Quelle und Wahrheit zurückzuführen ist, die schon in den alten Weisheitslehren des Ostens (Veden, Puranen usw.) dargelegt wurde.

Jede Religion wurde auf die Zeit und das Volk zugeschnitten, für die sie bestimmt war. Sie hatte den Zweck, die Menschen zu führen und ihrer Weiterentwicklung zu dienen. Im Überblick können wir also sagen, dass das Christentum auf die Menschheit zum Beginn unserer Zeitrechnung passte, als Denken und Intellekt erst begannen, sich fortzuentwickeln.

Die Lehre sollte das Prinzip der Liebe einführen, die nicht nur für sich selbst denkt und handelt, sondern alle Menschen miteinbezieht. Es ist eine Religion der Überbrückung, die das menschliche Individuum von der Ich-Bestimmtheit zum Wir-Denken führt, die Vorstufe zum tatsächlichen Einssein mit Gott, dem Vater.

Heute befreit sich die Mehrheit der Menschen vom Massendenken zu selbständigem Denken und Handeln (eigene Gedankengänge, Schlüsse ziehen). Sie kann mit der alten Form des Glaubens nichts mehr anfangen.

Wir brauchen eine neue Form, die der heutigen Menschheit die uralten Inhalte so erklärt, dass sie ihr verständlich werden und Sinn für das eigene Leben und für das Ganze geben. Die Menschen sollen die emotionale Gebundenheit durch Anwendung eines gelenkten Wollens und Denkens überwinden und einen Schritt vorwärts hin zu einer gelebten universalen Bruderschaft gehen.



Dazu ist es nötig, aus allen Religionen den Kern herauszuschälen, damit die Menschen sehen, dass es auf diesen ankommt und damit sie die Unterschiede, die auf Tradition und Eigenart der einzelnen Nationen beruhen, beiseite lassen können.

















Die Evolution benutzt die Methode der Reinkarnation, um den göttlichen, geistigen "Funken" in jeder Form und in jedem materiellen Atom zu Eigenbewusstsein zu verhelfen, damit sie später aus eigenem Antrieb sich aus der Materie befreien können, um zurück zur Quelle zu gelangen, von der sie ausgingen.


Der Mensch ist ja ein "Sohn Gottes", eine geistige Seele, die sich in einem Körper und mit Hilfe einer Persönlichkeit zum Ausdruck bringt. (Persönlichkeit = ein Ich, eine Einheit aus Denken, Fühlen und Handeln, entstanden aus Erfahrungen, Wollen und Wünschen)

Diese Seele befindet sich sehr lange Zeit in diesem "Gefängnis" und identifiziert sich sowohl damit als auch mit der sie umgebenden materiellen Welt.

Doch irgendwann beginnt sie, die sich eine Persönlichkeit wähnt, keinen Gefallen mehr an der Erfüllung von Wünschen zu finden, da sie nur kurzfristig Befriedigung verschaffen.

Eine Krisenzeit tritt ein: Seele (zum Ganzen und zum "Wir" hin orientiert) und Persönlichkeit (das Ich-bestimmte Wesen, der Schatten der Seele) treten in Widerstreit zueinander.

Hier beginnt das, was in vielen Schriften "der Weg" oder ähnlich genannt wird. Er führt die Persönlichkeit zu der Erkenntnis, dass sie in Wirklichkeit eine Seele ist. Sie lernt, Seelen-Eigenschaften zum Ausdruck zu bringen und wächst so allmählich in ein neues Bewusstsein hinein – so wie ein Kind Schritt für Schritt in ein Erwachsenen-Bewusstsein hineinwächst.




Das ist der Weg mit seinen verschiedenen Stationen, den Jesus Christus den Menschen symbolisch vorgelebt hat,








der jedoch nicht in der Kreuzigung gipfelt (in der er den letzten Rest von irdischem Gebundensein abgelegt hat), sondern in "Auferstehung" und "Himmelfahrt".

Sie bezeugt, dass der Mensch, jeder Mensch, als das geistige Wesen, das er ist, Körper und materielle Welt überwachsen, "überwinden" kann und wird und weiter, dass im Tod nur der Körper "stirbt" und das geistige Wesen weiterlebt – dass es also keinen Tod gibt, der den Menschen einfach auslöscht.