URSACHE UND WIRKUNG

Diese für den Menschen zunächst andere Welt ist die Welt der Bedeutung hinter dem, was mit den Sinnen erfahrbar ist. Alles Sichtbare, Hörbare, Schmeck- und Riechbare, Greif- und Fühlbare gehört zur materiellen Welt der Formen und ist die Wirkung einer dahinterliegenden Ursache. Jede Form ist ein symbolischer Ausdruck einer geistigen Ursache und besteht so lange, wie ihr diese Energie zugeleitet wird. Dies gilt für alles Erschaffene in unserer Welt.

Wie die Auswirkung im Allgemeinen, so auch im Besonderen: Auf den Menschen bezogen bedeutet dies, dass der Mensch durch seine Denkfähigkeit zum Schöpfer seiner kleinen Welt und seiner eigenen Ausdrucksform wird. Denken bewegt Energie. Kehrt das Denken immer wieder zum gleichen Gedanken zurück, so verdichtet er sich zu einer Gedankenform, die allmählich Material der nächsten Energie-Ebenen an sich zieht, bis sie schließlich auf der physischen Ebene sichtbaren Ausdruck findet.


Es ist dies ein alltäglicher, altbekannter Vorgang. Untenstehend ein Beispiel.

Aber auch dies ist ein alltäglicher, altbekannter Vorgang:

Beispiel:

  1. A ärgert sich über B, der einen Nachbarn ständig als "alter Esel" bezeichnet.
  2. Da A jedoch nie solche Ausdrücke benutzt oder über andere schimpft, könnte man meinen, er hätte mit einer solchen Situation nichts zu tun.
    Aber woher dann dieser Ärger?

Wir fühlen uns nur dann von etwas angezogen oder abgestoßen, wenn wir es selbst in uns tragen und daher kennen (also selbst entsprechend handeln). Aber wenn ich nun einmal nie und nimmer über andere schimpfe?

Es geht um Wertschätzung und Kritik. Und wenn das so ist, ist Kritik auch mein Thema. Dann bin ich kritisch anderen gegenüber – mehr oder weniger – und gleichzeitig kritisch mir gegenüber – mehr oder weniger. Kritik braucht sich nicht in lautstarkem Schimpfen zu äußern, es genügt schon ein kritisierender Gedanke. Es braucht auch nicht Kritik anderen gegenüber zu sein, sich selbst ständig kritisch zu betrachten reicht völlig aus.

Wenn man daher wissen möchte, warum man immer wieder die gleichen ärgerlichen Situationen erlebt, dreht man am besten die Anklage ("… macht/sagt immer …") um und sucht bei sich selbst nach der lebensfeindlichen Einstellung.

Denken ist ein mächtiges Werkzeug, das mit Überlegung benutzt werden will.