DIE ENERGIE DES DENKENS

Alles in der Welt besteht aus Energie, die auf der untersten, dichten Ebene in sicht- und greifbaren Formen erscheint. So sind auch Licht, Schall, Farbe, Denken und Vorstellung Energie-Formen, die ihrer Erscheinungsebene entsprechen.

DIE 7 UNTEREBENEN DER PHYSISCHEN EBENE

Die Physik kennt drei Unterebenen der physischen Welt: eine feste, flüssige und gasförmige. Darüber liegen jedoch noch vier ätherische Ebenen, mangels besserer Begriffe von oben bis unten von eins bis vier durchnummeriert. (So ergibt sich die siebenfache Einteilung der physischen Ebene: erste ätherische Ebene, zweite ätherische Ebene, dritte ätherische Ebene, vierte ätherische Ebene, gasförmige Ebene, flüssige Ebene, feste Ebene.)

Denken ist Energie, die bewegt werden kann und auch selbst etwas bewegen kann: Sie bildet auf der Mentalebene Gedankenformen, die umso größer und stärker sind, je intensiver und länger der Denker ihnen seine Aufmerksamkeit widmet. Solche Gedankenformen sind mit der normalen Sehausrüstung des Menschen nicht zu erkennen; aber sie bestehen dennoch. (Hellseher können sie im elektromagnetischen Feld des Menschen feststellen.)

Über eine solche Gedankenbrücke kann die Seele in das Gehirn des Menschen Eindrücke hinunterschicken, ihn z. B. mit Ideen beeindrucken oder auch Verständnis für ein Problem vermitteln (wobei sich dies eher auf allgemeingültige statt persönliche Zusammenhänge bezieht - was nicht heißt, dass dadurch auch letztere nicht ihre Lösung finden). Der Mensch lernt, sein Denken bewusst der Seele entgegen auszurichten. Er konzentriert es dorthin, er beginnt zu meditieren. ("Meditation" bedeutet eine verlängerte Konzentration.)

Auf diesem Weg zur Seele lernt der Mensch, mit Hilfe seines Denkens den Körper mit seinen Begierden und Instinkten sowie seine Gefühlswelt mit ihren Wünschen und Emotionen zu beaufsichtigen, damit er nicht von all diesem beherrscht wird. Er lernt, gelassen auf alle Geschehnisse zu reagieren und seine Arbeit ohne Erwartung auf Belohnung zu tun. Er hilft mitfühlend seinen Mitmenschen. Er wird immer "unpersönlicher": ohne persönlichen Willen und persönliche Wünsche. Er wünscht das, was seine Seele will und wird dabei immer mehr zur Seele. Er wächst in sie hinein und identifiziert sich mit ihr, so wie er sich zuvor mit Persönlichkeit und Körper identifizierte. Diese werden jetzt zum wahren Träger der Seele, zu ihrem Ausdrucksmittel in den drei Welten.

UND DER TOD?

Vom geistigen Menschen her betrachtet bedeutet das Hinuntersteigen und Eingeschlossensein in ein Körpergehäuse den Tod. Umgekehrt empfindet ein irdischer Mensch, der sich in der Illusion der Identifikation mit Körper und Persönlichkeit befindet, den Verlust dieser Körper als Tod. Neutral gesehen ist "Tod" einfach das Abstreifen einer Form, Hülle, Identität – und damit der Übergang in eine neue oder andere Daseinsform. Das Wesentliche oder Eigentliche (der geistige Bewohner, die Seele) bleibt dabei unangetastet. Es überdauert, verbleibt.

Später einmal wird auch die Seele (das Höhere Selbst) als Illusion erkannt und in der Vereinigung mit dem Geistigen Selbst hinter sich gelassen werden. Das wäre dann die "Himmelfahrt" des Sohnes zu seinem Vater, nachdem er als der Menschensohn die große Entsagung (die Hingabe seiner letzten Form, seines Kausalkörpers, des Ego), die "Kreuzigung", vollbrachte. Es ist der Weg des "Ewigen Pilgers", der Seele, des Sohnes Gottes, der immer wieder zurückkehrt, um zu helfen und zu erlösen, bis der letzte Bewusstseinsfunke heimgefunden hat.