DER MENSCH

Der eigentliche Mensch (eine menschliche "Monade": eine Einheit) ist etwas Geistiges – ein Teilchen, das mit vielen anderen zusammen eine größere Einheit bildet. Er ist sich seiner selbst bewusst und kann mit den anderen Wesen auf seiner Heimatebene in Kontakt treten. Weiter unten kann er nicht aktiv werden, weil ihm die Ausrüstung dazu fehlt.

Seine drei Eigenschaften bestehen aus solch hoher und feiner Energie, dass sie die gröbere Materie nicht zum Schwingen bringen, nicht bewegen können.

Damit der geistige Mensch sich auf allen Daseinsebenen betätigen und mit allen dortigen Möglichkeiten umgehen kann, braucht er einen Vermittler, der ihm als "Fahrzeug" oder "Träger" dort unten dient. Dieser muss als Eigenschaften mitbringen: Geistigen Willen, Höheres Denken, Intuition.

Dort "unten" gibt es die physische Welt mit ihren Formen: mit Mineralien, mit Pflanzen- und Tierkörpern. Es gibt die Gefühlswelt oder emotionale Ebene, und es gibt die Ebene des Denkens und der Vernunft, die mentale Ebene. (In dieser "dreifachen Welt" bewegt sich heute der irdische Mensch.)

Nachdem sich im Lauf der Evolution Tierkörper gebildet hatten, die geeignet waren, mit der neuen Eigenschaft des Denkens versehen zu werden, konnte der Geistige Mensch tätig werden. Er schuf mit Hilfe anderer Wesen, für die dies aufgrund ihrer Ausrüstung möglich war, eine Abbildung seiner selbst auf den drei nächstniedrigen Ebenen. Auf der untersten der drei entstand als Träger des Ganzen der Ursachen-Körper, das sogenannte Ego oder Höhere Selbst, die "Seele" des menschlichen Erdenwesens.


Damit war ein Geschöpf entstanden, das ein Ich-Bewusstsein besaß, und der irdische Mensch trat seinen Weg an, um das zunächst keimhaft angelegte Bewusstsein zum eigenständigen Denken, zur Individualität, weiterzuentwickeln.


Die menschliche Seele musste nun lernen, sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden und sich an ihr Körpergehäuse zu gewöhnen, in dem sie festgehalten war. Im Lauf der Zeiten identifizierte sie sich immer mehr damit und wusste nichts mehr von ihrem wirklichen Sein. Sie wurde allmählich zu dem, was heute als "der Mensch" gilt – zur gut funktionierenden, denkenden, unterscheidenden, selbstbewussten Persönlichkeit, zu einem "Ich".

Was nun?

Das Denkwesen dort unten lernte (und lernt weiterhin), mit den Gegebenheiten der drei Welten zu hantieren. Seine Wahrnehmungsorgane (Hören, Tasten, Riechen, Schmecken, Sehen), seine Empfindungen und Erfahrungen vermitteln ihm den Eindruck, dass Wirklichkeit das ist, was sicht- und greifbar ist und all dies zusammen sei "die Welt".

Inzwischen ist sein Intellekt hoch entwickelt, und es wird Zeit, einen Schritt weiter zu gehen: Eine neue Daseinsebene will ins Bewusstsein treten.